Legionellen-Ausbruch: Staatsanwaltschaft eröffnet Verfahren, © turek
  • Info

Legionellen-Ausbruch: Staatsanwaltschaft eröffnet Verfahren

Die Basler Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren eröffnet wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung.

05.08.2026

Der Legionellen-Ausbruch in Basel-Stadt hat Konsequenzen. Die Basler Staatsanwaltschaft hat jetzt ein Strafverfahren eröffnet wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung. Dies teilt die Staatsanwaltschaft am Mittwochabend mit. Eine Person ist nach einer Erkrankung im Zusammenhang mit dem Legionellen-Ausbruch verstorben.

Zwei neue  Legionellen-Erkrankungen im Kanton Basel-Stadt

Inzwischen sind 28 Fälle bestätigt, in denen jemand erkrankt ist nach dem Legionellen-Ausbruch. Zwei Fälle seien inzwischen dazugekommen, sagt das Basler Gesundheitsdepartement am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone SDA. Eine der infizierten Personen musste ins Spital. Aktuell seien somit 6 Personen im Spital. Eine Person, die am Dienstagnachmittag noch auf der Intensivstation behandelt werden musste, habe diese nun verlassen können, heisst es weiter. 

Politischer Vorstoss verlangt Antworten der Regierung

Auch politisch hat der Legionellen-Ausbruch ein Nachspiel. Als wahrscheinlichste Infektionsquelle gelten zwei Nasskühltürme auf dem Dach eines Bürogebäudes an der Rebgasse im Kleinbasel. Ein Vorstoss aus den Reihen der Basler SP fordert dazu nun Antworten von der Basler Regierung. Unter anderem wird gefragt, wie oft solche Nasskühltürme im Kanton gewartet und auf Legionellen untersucht werden und wer dafür verantwortlich ist. Auch gefragt wird, wie es bezüglich Kontrollen bei der betroffenen Anlage aussieht. Zudem soll die Regierung erklären, welche konkreten Massnahmen sie plant, dass sich im aktuellen Fall nicht noch mehr Menschen anstecken und wie man sicherstellen will, dass die betroffene Anlage saniert wird.