
Remo Oser soll Mitte-Regierungsratssitz verteidigen
Dicke Überraschung: Am Parteitag hat die Baselbieter Mitte den Laufentaler Remo Oser offiziell als Kandidat für die Regierungsratswahlen nominiert. Es ist eine herbe Schlappe für Parteichef Simon Oberbeck
22.10.2026
Die Mitte will ihren einzigen Sitz im Baselbieter Regierungsrat verteidigen. Die Partei muss ihren beliebten Finanzdirektor Anton Lauber ersetzen, der seinen Rücktritt angekündigt hat. Für seine Nachfolge schickt die Partei den Laufentaler Remo Oser ins Rennen.
Der ehemalige Gemeindepräsident von Röschenz konnte sich am Parteitag am Mittwochabend in Liestal gegen seine Konkurrenten durchsetzen.Oser schaffte die Nomination bereits im 1. Wahlgang. Er erhielt 90 Stimmen. Partepräsident Oberbeck nur gerade 48 Stimmen. Chancenlos war Piero Grumelli (13 Stimmen). Der Entscheid ist eine faustdicke Überraschung. Als Favorit galt Parteichef Oberbeck. Der langjährige Landrat und Gemeinderat aus Birsfelden hat die grösste politische Erfahrung.
Allerdings hat Remo Oser das Laufental stark mobilisiert. Das war sein Erfolgsrezept und ein historisches Ereignis.
Die Spannung im Saal war von Beginn weg spürbar. Und die Beobachter wurden nicht enttäuscht.Die Mitte muss um ihren Sitz im Regierungsrat bangen. Sie wird bedrängt vom bürgerlichen Partner FDP, welche zwei Kandidaturen ins Rennen schicken will. Zudem wagt die SP mit einem Zweierticket einen Angriff und versucht einen zweiten Sitz im Regierungsrat zu erobern. Daher hält es sich die Mitte-Parteileitung vor, zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls noch eine zweite Kandidatur zu nominieren.Remo Oser sagt, dass er bereit für die Aufgabe ist.