
Ruinen-Serie: Die Burg, die in Vergessenheit geriet
Basilisk zu Besuch auf den Ruinen der Region: Heute stellen wir die Ruine Riedfluh vor.
06.10.2026
Über Eptingen, in die Felswand eingebaut, thront die Ruine Riedfluh. Nachdem 1050 begonnen wurde, die Grottenburg zu bauen, brannte sie bereits um 1200 wieder ab. Da von dieser Zeit kaum Schriftquellen vorhanden sind und die Grottenburg an einem für diese Region eher unüblichen Ort gebaut wurde, geriet sie in Vergessenheit. Die Burg gehörte vermutlich den Herren von Eptingen, einem mittelalterlichen Adelsgeschlecht. Archäologische Funde, wie zum Beispiel Schachfiguren, Werkzeuge, Pfeilspitzen sowie Pferdezubehör weisen darauf hin, dass die Bewohner sehr wohlhabend gewesen sein müssen.
Aus Scherben wird eine Burg
Wiederentdeckt wurde die Ruine erst 1969. Die Entdeckungsgeschichte beginnt 1959 mit einer Katze namens Maudi. Sie gehörte Bauernkindern aus dem Dorf und als Maudi starb, wollten die Kinder sie an einem würdigen Ort vergraben. Das taten sie am Berg in einer leichten Höhlung. Beim Graben stiessen sie auf eine Fundschicht. Fundstücke blieben an der Oberfläche liegen und als ein Hobbyarchäologe 1969 dort hochkletterte, fand er diese. 1981 bis 1983 wurde die Ruine Riedfluh komplett archäologisch ausgegraben.
Der Archäologe, Christoph Reding, zuständig für archäologische Stätten bei der Archäologie BL, erzählt, dass es auch im Winter warm bleibt unter der Felswand. Das war vermutlich einer der Gründe für die Bewohner, diesen Ort auszusuchen für ihre Burg. Ausserdem war dies eine Art Machtdemonstration vor dem niederen Volk. Dieses sollte zu den Wohlhabenden aufblicken müssen.
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