
Traditionslokal Schiesser hat wieder geöffnet
Nach einer Zwangspause durch den Sommer ist im Betrieb am Marktplatz in Basel wieder Leben eingekehrt.
22.09.2026
Die Nachricht schlug in Basel grosse Wellen. Im Sommer hiess es, die traditionsreiche Confiserie Schiesser sei Geschichte. Am 30. Juni wurde der Konkurs über das Geschäft am Marktplatz eröffnet. Es ist laut eigener Aussage das älteste Kaffeehaus der Welt. Es stammt aus dem Jahr 1870.
Einige Wochen später die positive Wendung: Die Confiserie bleibt bestehen. Rudolph Schiesser, Bruder des verstorbenen Inhabers Stephan Schiesser, hat den Betrieb übernommen und wird ihn weiterführen. Sämtliche Mitarbeitende würden übernommen. Das Lokal war in den letzten Wochen wegen der Grossbaustelle geschlossen.
Am Dienstag wurde die Confiserie Schiesser wiedereröffnet. Im Vorfeld erklärte Rudolph Schiesser in einem Interview mit der «Basler Zeitung»: «Eine schöne Confiserie wie die Confiserie Schiesser ist zeitlos. Einen Tee trinken im Schiesser – da bekommt man keinen Kartonbecher in einer Halle, das ist Geschichte und Tradition. Und so viele Caféhäuser gibt es in Basel nicht mehr. Wir sind keine Schoggiboutique, sondern auch ein Tearoom mit Ambiance.» Valentine und Adrian Schiesser, die beiden Kinder von Rudolph,sind ebenfalls eingespannt. Sie helfen mit, das geschichtsträchtige Lokal in die Zukunft zu führen. Adrian erzählt von anstrengenden letzten Wochen.
Die Wiedereröffnung war für beide ein emotionaler Moment.
Bei unserem Besuch am Dienstag zeigten sich die Kundinnen und Kunden erfreut über die Wiedereröffnung. Basel hat mit dem Schiesser ein Stück Alltagskultur zurück.