
Traurig, aber nötig: FVNWS mit Meldestelle für Diskriminierungsvorfälle
Der Fussballverband Nordwestschweiz will Betroffenen Gehör verschaffen. Nach den ersten Monaten hat man zahlreiche Erfahrungen sammeln können.
10.10.2026
Dem Fussballverband Nordwestschweiz sind 93 Vereine mit über 24'000 lizenzierten Spielerinnen und Spieler angeschlossen. Die Region ist sehr vielseitig, die Vereine haben Spieler aus über 100 Ländern. Es kommt nicht nur auf dem Fussballplatz zu Fouls in den Zweikämpfen. Sondern es geschehen leider auch verbale Fouls. Sprich sexistische oder rassistische Beleidigungen. Daher hat der Fussballverband Nordwestschweiz als erster Regionalverband in der Schweiz eine Meldestelle für Diskriminierungsvorfälle eingeführt. Der Ausschlag gab kein konkretes Ereignis. Man habe einfach festgestellt, dass sich die Probleme häufen, so Verbandspräsident Daniel Schaub.
Mit der Meldestelle will der Verband den Betroffenen Gehör verschaffen. Man will Ihnen vermitteln, dass sie nicht allein sind und das sich jemand um ihr Anliegen kümmert. Es gab bereits einige Meldungen, welche durchaus nachdenklich stimmen.
Insgesamt hat die Plattform seit ihrer Einführung im März rund 20 Meldungen verzeichnet. Verbandspräsident Daniel Schaub appelliert an den Respekt auf dem Fussballplatz. Generell will der Verband die Sensibilisierung für das Thema Diskriminierung erhöhen. Getreu nach dem Motto: «Lieber ahnelose als wäglose und ahneluege statt wägluege».
Interview mit FVNWS-Präsident Daniel Schaub