
Unbewilligte Demonstration in Basel wurde verhindert
174 Personen wurden kontrolliert und mit Platzverweis belegt.
30.08.2026
Eine anonyme Gruppierung hat mit Slogans wie «Tod dem Zionismus» u.ä. für Samstag, 29. August um 14.00 Uhr auf dem Theaterplatz zu einer Demonstration. Ein Bewilligungsgesuch ging bei der Polizei bis zuletzt nicht ein. Die Kantonspolizei hatte die Demo im Vorfeld als nicht grundrechtskonform erklärt und so sei es nicht möglich, sie zu Bewilligen teilt die Polizei mit. Ihr Ziel sei es, einen Demozug durch die Innenstadt zu verhindern und Gewaltaufrufe gegen die jüdische Gemeinschaft zu unterbinden.
Nachdem sich rund 300 Personen auf dem Theaterplatz versammelt hatten, versuchte die Polizei Kontakt mit den Anwesenden aufzunehmen. Dies wurde jedoch durch die Demonstranten abgelehnt. Anschliessend erfolgte eine Durchsage, wonach nur eine absolut friedliche Standkundgebung geduldet würde. In der Folge vermummten sich diverse Demonstranten. Ausserdem stellte die Polizei gefährliches Material fest. Weil sich die Demonstranten für einen Marsch vorbereit haben und weiter das Gespräch verweigerten, setzte die Polizei den Kern der Demonstration fest, um diesen Marsch zu verhindern.
Es wurde den festgesetzten Demonstranten ein begleiteter Zugang zu sanitären Anlagen ermöglicht und von der Polizei gab es Wasser und Getränke in der Sperrzone.
Am Rande einer Polizeikette kam es zum Einsatz von Pfefferspray: Eine Demonstrantin hatte sich mehrfach den Anweisungen widersetzt und einen Polizisten körperlich angegangen. Davon abgesehen wurden durch die Polizei keine Einsatzmittel eingesetzt.
174 Personen wurden kontrolliert und mit einem Platzverweis belegt. Bei den Kontrollen wurden ein Schlagstock, diverse Schutzbrillen und Vermummungsmaterial sowie Propaganda-Material mit Hamas-Symbolik sichergestellt.
Eine Person wurde festgenommen. Dies jedoch nicht im Zusammenhang mit der Demonstration, sondern wegen eines anderen Delikts war sie zur Verhaftung ausgeschrieben. Zwei Jugendliche waren so lange unter Polizeiaufsicht, bis sie von ihren Eltern abgeholt wurden. Ausserdem werden mindestens vier Personen wegen Hinderung einer Amtshandlung verzeigen.
Für die Dauer des Einsatzes war der Steinenberg wie auch der dortige Eingangsbereich der Theaterstrasse für rund acht Stunden gesperrt. Die Basler Polizei bedankt sich zudem bei der Kantonspolizei Aargau und der Kantonspolizei Bern für ihre Unterstützung.